Rede vom Glück

Madame du Châtelet

Rede vom Glück

Aus dem Französischen übersetzt und herausgegeben von Iris Roebling. Umschlag-Entwurf von Horst Hussel.
104 S.
Fadengeheftete französische Broschur
ISBN 978-3-932109-12-6
2019
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18,00 €

Mit einer Anzahl Briefe der Mme du Châtelet an den Marquis de Saint-Lambert.

»Man muß einen Schnitt machen und ohne Widerruf brechen; man muß, sagt Richelieu, die Bande der Freundschaft lösen und die der Liebe zerreißen, kurz, es ist an der Vernunft, unser Glück zu bewerkstelligen«, schreibt die Marquise du Châtelet in ihrer »Rede vom Glück«, die sie zwischen 1746 und 1747 verfasste und die zu ihren Lebzeiten nie publiziert wurde.
Nur zwei Jahre später musste sie ihre eigenen Maxime in den Wind schlagen, als sie sich in den um einige Jahre jüngeren Gardeoffizier Marquis de Saint-Lambert verliebt. In ihren Briefen schrieb sie leidenschaftlich: »Ich liebe Sie abgöttisch und niemals werde ich aufhören, es Ihnen hundert Mal und auf die verschiedenste Weise zu sagen ... Für mich gibt es keine Grenzen, ich kann nicht anders, als Sie mit wahnsinniger Leidenschaft zu lieben oder aus Kummer zu sterben, wenn ich Sie verlasse. Es gibt keinen Mittelweg.«
Noch im selben Jahr starb sie im Alter von 43 Jahren nach der Geburt der gemeinsamen Tochter am Kindbettfieber. Die Ambivalenz zwischen ihrer Sehnsucht nach leidenschaftlicher Passion und der um Vernunft ringenden Erkenntnis, daß Glück nur um den Preis der Verblendung zu gewinnen wäre und solche Liebe Illusion, ja Selbstbetrug sei, unterscheidet ihre Schrift von anderen zeitgenössischen Abhandlungen über das Glück. Dieser bemerkenswert moderne, weil paradoxe Text einer Frau, die zu Unrecht nur wenig bekannt ist, erscheint erstmals in einer deutschen Übersetzung als Wolffs Broschur.

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